Therapien und Verfahren

Schlamm- und Schlingentherapie

Im Grand Hotel Pomorie wurde ein Schlammtransfersystem errichtet, durch das der aus dem See gewonnene Schlamm einer Wärmebehandlung unterzogen wird und direkt in den Schlammbehandlungsbereich gelangt. Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, die Heilkraft des Pomorie-Schlamms voll auszunutzen, der nach Kontakt mit Sauerstoff innerhalb von 24 Stunden die Hälfte seiner heilenden Eigenschaften verliert.
Trotz der rasanten Entwicklung der Pharmaindustrie hat die Schlammtherapie aufgrund ihrer positiven Wirkung auf chronische Krankheiten, bei denen Medikamente noch nicht helfen können, noch immer eine enorme Bedeutung.

Salzsee von Pomorie

Der Salzsee von Pomorie liegt im nordöstlichen Teil von Pomorie. Der See entstand vor Tausenden von Jahren auf natürliche Weise durch die allmähliche Ansammlung von Sandbänken, die ihn vom Meer trennen. Solche Seen werden Lagunen genannt. Wasser gelangt auf natürliche Weise in den See, bei rauer See, wenn es die Sandbänke überflutet, und künstlich durch einen angelegten Kanal. Der Wasser-Salz-Haushalt des Sees ist sehr variabel, da sein Salzgehalt nach der starken Verdunstung in den Sommermonaten im Vergleich zum Jahresanfang um ein Vielfaches ansteigt. Dies trägt zur Bildung der beiden wichtigsten Heilmittel des Sees bei – Liman-Heilschlamm und Lauge.

Heilschlamm

Der Schlamm aus dem Pomorie-See ist ein Naturprodukt mit äußerst wertvollen Heilkräften. Er entsteht am Grund des Pomorie-Sees durch eine Reihe biologischer, chemischer und mikrobiologischer Prozesse. Er besteht aus zahlreichen organischen und anorganischen Substanzen, die eine aktive heilende und prophylaktische Wirkung auf den menschlichen Körper haben.

Lauge

Lauge wird durch Verdunstung des Wassers aus dem Pomorie-See in den Salzpfannen und Kristallisation des Salzes gewonnen. Laugenkompressen sind die beliebteste Methode der Laugenbehandlung. Die Lauge wird auf 37–38 °C erhitzt und dann in Form einer Kompresse auf die Problemzonen aufgetragen. Die Laugenbehandlung wirkt sich positiv auf Erkrankungen des Bewegungsapparates, rheumatische Erkrankungen, traumatisch-orthopädische Erkrankungen und neurologische Erkrankungen aus.